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Sehenswertes rund um Alanya
Als die Naturschönheiten
auf der Erde verteilt wurden, hat Alanya einen besonders grossen
Anteil ab bekommen. Einer der schönsten Küstenabschnitte
des gesamten Mittelmeeres befindet sich in Alanya. Der kilometerlange
Strand besteht zumeist aus Sand. An manchen Orten ist der Sand
so fein, dass er nicht an der Haut kleben bleibt…
In Richtung
Alanya gleich hinter dem Mittelmeer, dessen Farbenspiel von blau
bis türkis reicht erhebt sich das westliche Taurusgebirge… Mit
seinen Fichten- und Zedernwäldern, direkt aus den Gipfeln
entspringenden Wasserläufen und malerischen Tälern
wird hier eine vollkommen andere Welt erschaffen… Wenn
im Zentrum der Stadt die Orangenbäume blühen ist es,
als wäre die Luft mit Parfum gewaschen worden; zu jeder
Jahreszeit schmücken farbenfrohe Blumen die Strassenränder,
so dass sich die Augen und die Seele der Betrachter an diesem
Anblick erfreuen können… Die Höhlen sind teils
vom Land und teils vom Meer aus zu erreichen; bezaubernd, geheimnisvoll,
heilsam… Und die Sonne, sie ist das Leben… Alanya
ist der Ort, an dem die Sonne lacht… |
Die Burg von Alanya
Die Burg befindet sich auf einer Halbinsel, die an ihrer höchsten
Stelle 250 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Die Gesamtlänge
der Mauern der Burg beträgt 6500 Meter. Die Felsnase, auch
bekannt unter dem Name Kandeleri, war die ganze Geschichte hindurch
bewohnt. Erst in der hellenistischen Zeit wurde die Halbinsel mit
einer Stadtmauer umbaut. Die Festung an sich wurde nach der Eroberung
durch den Seldschuken Herrscher Alaeddin Keykubat I. im Jahre 1221
im Verlauf des 13. Jahrhunderts erbaut. Die Burg verfügt über
83 Türme und 140 Burgtürme. Um die Wasserversorgung der
innerhalb der Festungsmauern gelegenen Siedlung garantieren zu
können, wurden bereits im Mittelalter ca. 400 Zisternen angelegt.
Einige dieser Zisternen werden bis zum heutigen Tage benutzt. Die
Stadtmauer verläuft nach einem gut durchdachten Plan von Ehmedek,
der inneren Burg, dem Hinrichtungsturm (Adam Atacağı),
entlang der Cilvarda Felsnase weiter zum Arap Evliyası bis
hin zum Ostturm; zieht sich bis nach Tophane, entlang der Werft
und endet schliesslich am Roten Turm. Auf dem höchsten Punkt
der Halbinsel befindet sich die innere Festung (Iç Kale),
die heute als Freiluftmuseum der Öffentlichkeit zur Verfügung
steht. Der Sultan Alaeddin Keykubat I. hatte seine Festung hier
erbauen lassen… Auch heute noch ist der Burgberg bewohnt.
Vor den aus Holz und Backstein erbauten Häusern werden auf
hölzernen Webstühlen Seiden- und Baumwollstoffe hergestellt.
Aus einfachen Riesenkürbissen entstehen reich verzierte Kunstwerke.
In kleinen romantischen Gärten werden authentische Essen serviert.
Ferner haben sich an der Strasse, die auf die Burg führt,
und an den Hängen mit Blick auf den Hafen zahlreiche Restaurants
und Cafes angesiedelt. Die Strasse auf die Burg ist für Verkehrsmittel
freigegeben. Zu Fuss dauert der Aufstieg etwa 1 Stunde. |
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DER ROTE TURM
Der Rote Turm befindet sich am Hafen. Er gilt als Wahrzeichen Alanyas
und wurde im 13. Jahrhundert während der Seldschuken Herrschaft
erbaut. Der Baumeister Ebu Ali Reha el Kettan baute dieses Werk
im Jahre 1226 auf Anordnung des Seldschuken Sultans Alaeddin
Keykubat. Derselbe Meister errichtete auch die Festung von Sinop.
Da es ab einer gewissen Höhe sehr beschwerlich war, die
Steinquader hoch zu befördern, wurden im oberen Turmteil
dunkelrote Ziegelsteine verwendet. Daher rührt auch der
Name Roter Turm. In den Wänden des Turmes sind Marmorblöcke
aus der Antike zu erkennen. Betrachtet man den Grundriss des
Turmes, bemerkt man, dass er ein Achteck darstellt. Die Breite
beträgt 12,5 Meter. Bei einer Höhe von 33 Metern hat
der Rote Turm einen Durchmesser von 29 Metern. Der Bau besteht
aus fünf Etagen. Auf die oberste Etage gelangt man nach
der Bewältigung von 85 Steinstufen, die ungewöhnlich
hoch sind. Das Sonnenlicht dringt von oben bis zur ersten Etage
des Turmes vor. Im Zentrum befindet sich eine Zisterne. Er wurde
errichtet um sowohl den Hafen als auch die Werft vor etwaigen
Angriffen von der See aus schützen zu können. Jahrhunderte
lang wurde er zu militärischen Zwecken genutzt. In den 50iger
Jahren wurde der Rote Turm restauriert und 1979 der Öffentlichkeit
zugänglich gemacht. Heute befindet sich im ersten Stockwerk
das Museum für Völkerkunde. |
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DIE WERFT
Mit dem Bau dieser historischen Werft in der Nähe des Roten
Turmes wurde 6 Jahre nach der Eroberung der Stadt durch den Seldschuken
Herrscher Alaeddin Keykubat im Jahre 1227 begonnen. Die Bauzeit
betrug ein Jahr. Die Werft besteht aus insgesamt fünf Arkaden,
deren Vorderfront 56,5 Meter beträgt. Die Tiefe der einzelnen
Arkaden beträgt 44 Meter. Der Standort der Werft wurde so
gewählt, dass bei den Arbeiten das Tageslicht möglichst
lange genutzt werden kann. Die Inschrift über dem Eingang
ist mit Rosetten verziert und enthält zudem das Wappen des
Sultans. Die Werft von Alanya ist die Erste der Seldschuken im
Mittelmeer. Zuvor lies Sultan Alaeddin Keykubat bereits eine Werft
in Sinop am Schwarzen Meer bauen. Diesem zweiten Stützpunkt
am Mittelmeer verdankte er den Titel „Sultan der zwei Meere“.
Im Inneren der Werft befinden sich ein Gebetsraum und ein Aufenthaltsraum
für die Wächter. In einer der Öffnungen befindet
sich ein Brunnen, der jedoch im Laufe der Zeit versandet ist. Die
Werft ist vom Meer aus mit dem Schiff oder vom Land aus mit einem
Spaziergang über die alte Stadtmauer zu erreichen. Der Eintritt
ist kostenlos. |
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DIE GESCHÜTZGIESSEREI
In direkter Nachbarschaft zu der Werft liegt die Geschützgiesserei.
Sie wurde auf einem zehn Meter über dem Meeresspiegel liegenden
Felsen errichtet und diente vermutlich der Verteidigung der Werft.
Sie wurde im Jahre 1227 aus zugeschnittenen Steinquadern erbaut.
Das dreistöckige Bauwerk diente neben der Verteidigung auch
als Arsenal, in dem Geschütze für die Kriegsschiffe gegossen
wurden. Sowohl die Werft als auch die Geschützgiesserei sollen
von dem Kulturministerium und der Stadt Alanya in ein Schifffahrtsmuseum
umgewandelt werden. Die Arbeiten hierzu dauern momentan noch an. |
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EHMEDEK
Diese Gebäude im Norden der Festung wurden auf der aus der
byzantinischen Periode stammenden „kleinen Festung“ als
Mittelteil der heutigen Festung von den Selschuken erneut aufgebaut.
Aus der Inschrift über dem Eingangstor geht als Jahr der Erbauung
1227 hervor. Den Namen Ehmedek erhielt dieser Gebäudekomplex
vermutlich von seinem Baumeister in der Selschuken Periode. Die
Anlage besteht aus zwei Teilen mit jeweils drei Türmen. Der
Standort wurde strategisch so gewählt, dass man sich von dort
aus gegen Angriffe von Land verteidigen konnte und gleichzeitig
die innere Festung, in der sich auch der Palast des Sultans befand,
schützen konnte. Die bis heute erhaltenen Mauern der Türme
wurden in der byzantinischen Periode aus Felsen gehauen. Die drei
Zisternen im Inneren der mittleren Festung werden auch heute noch
genutzt. In die Wände der Festung sind Darstellungen antiker
Schiffe eingraviert, die der seldschukischen Ära zuzuordnen
sind. |
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DIE SÜLEYMAN MOSCHEE
Die Süleyman Moschee wurde von dem seldschukischen Sultan
Alaeddin Keykubat im Zuge des Neuaufbaus der Stadt im Jahre 1231
auf dem höchsten Punkt der Festung gleich ausserhalb der Inneren
Festung erbaut. Die Moschee wurde jedoch in den folgenden Jahrhunderten
zerstört und erst im 16. Jahrhundert von dem Herrscher des
Osmanischen Reiches Kanuni Sultan Süleyman (Süleyman
I.) wieder aufgebaut. Das Bauwerk mit einem Minarett wird neben
Süleyman Moschee auch Alaaddin oder Kale Moschee genannt. Über
einem achteckigen Rahmen befindet sich eine mit Ziegel gedeckte
Kuppel. Diese hängt an 15 kleinen Tongefässen, die für
eine hervorragende Akustik sorgen. Dies wird während der Andachten
deutlich. Der Platz für die Gemeinde ist mit drei Kuppeln überdacht,
die auf vier Pfeilern ruhen. Die Tür und die Fensterläden
sind mit Schnitzereien verziert, die ein schönes Beispiel
für die Kunst der osmanischen Ära darstellen. |
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BEDESTEN
Dieses Gebäude wurde im 14. oder 15. Jahrhundert während
der Periode der Karamanoğulları erbaut und diente in
dieser Zeit als Herberge oder Handelsplatz. Es liegt innerhalb
der Festung, ganz in der Nähe der Süleyman Moschee. Es
handelt sich um einen rechteckigen, aus Steinblocken gefertigten
Bau. Im Inneren sind 26 Räume vorhanden. Der Innenhof ist
13 Meter breit und 35 Meter lang. Das historische Gebäude
wird heute als Hotel, Restaurant und Cafeteria genutzt. Die ehemaligen
Geschäftsräume werden heute als Hotelzimmer genutzt.
Im Garten ist eine grosse Zisterne vorhanden, die über eine
Treppe erreicht werden kann. Der Ausblick des Gartens geht einerseits
auf die höher gelegenen Stadtmauern, andererseits auf das
unten gelegene Mittelmeer und die Strände. Auch ein Blick
auf das Taurusgebirge ist für die Besucher von dort aus zu
geniessen. Die Örtlichkeit kann mit einer Genehmigung des
Betreibers besichtigt werden. |
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MÜNZPRÄGEREI
An der Spitze der Halbinsel erstreckt sich eine längliche
Felsnase etwa 400 Meter weit ins Meer hinaus. Dies ist das Cilvarda
Cap. Unter der Bevölkerung heisst es, dass es sich bei dem
Gebäude um eine alte Münzprägerei handelt. Dies
ist jedoch bisher nicht erwiesen. Eines der Bauwerke ist eine kleine
Kirche aus dem 11. Jahrhundert. Das andere Gebäude wurde vermutlich
als Kloster genutzt. Die Kuppel der kleinen Kirche ist relativ
gut erhalten. Auf den Felsen befindet sich eine Zisterne. Von der
Inneren Festung ausgehend sind bis zu der Gebäudegruppe Stufen
in die Felsen eingehauen, die jedoch heute nicht mehr nutzbar sind.
Sowohl von der Inneren Festung als auch vom Schiff aus bietet sich
den Betrachtern ein beeindruckender Anblick. |
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DIE AKBEŞE SULTAN MOSCHEE
Der Standort dieses Gebäudes befindet sich innerhalb der Festungsmauern,
westlich vom Bedesten und in etwa 100 Metern Entfernung zur Süleyman
Moschee. Sie wurde im Jahre 1230 von dem ersten Befehlshaber der
Festung Akbeşe Sultan errichtet, der von Alaeddin Keykubat
eingesetzt worden war. Die äusseren Wände bestehen aus
behauenen Steinen. Die inneren Wände sowie die Kuppel der
Moschee bestehen aus Ziegelsteinen. Sie hat einen quadratischen
Grundriss und besteht aus zwei Teilen. Einer der Räume diente
als Gebetsraum. In dem Zweiten ist das Mausoleum des Sultans Akbeşe
untergebracht. In dem Mausoleum gibt es noch drei weitere Gräber.
Aus den gefundenen Relikten in dem Gebetsraum wird geschlossen,
dass die Abszisse einst mit bemalten Kacheln verziert gewesen sein
muss. Aus einer Inschrift ist erkennbar, dass die Moschee in dem
Jahr 1230 fertig gestellt worden ist. Nur wenige Meter von der
Moschee entfernt erhebt sich ein unabhängiges Minarett mit
einem zylindrischen Rumpf, das auf einem würfelförmigen
Sockel steht. Das Minarett endet an dem Umgang und bietet dadurch
einen reizvollen Anblick. |
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DIE ANDIZLI MOSCHEE
Diese Sehenswürdigkeit befindet sich in dem Stadtteil Tophane.
Ihren Namen erhielt sie von dem neben der Moschee stehenden Andız
(Alant) Baum. Sie wurde im Jahre 1277 von Emir Bedreddin erbaut.
Sie wird daher auch Emir Bedreddin Moschee genannt. Ihre Bauweise
zeigt die typischen architektonischen Besonderheiten der Seldschuken
Periode. Sie besteht aus behauenen Steinen und verfügt über
ein nicht sehr hohes Minarett. Die Kanzel ist mit ihren Holzschnitzereien
ein schönes Beispiel für die Kunstfertigkeit der Seldschuken.
Die Moschee ist vom Roten Turm aus durch das untere Festungstor
zu erreichen. |
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DAS SITTI ZEYNEP GRABMAL
Dieses Grabmal befindet sich auf dem Weg zur Festung auf einem
grossen Felsen. Vermutlich stammt es aus dem Zeitabschnitt der
Seldschuken oder der Osmanen. Das Gebäude verfügt über
einen quadratischen Grundriss und hat zwei von Kuppeln überdachte
Räume. In einem dieser Räume befindet sich ein Steinüberbau
zum Schutz eines Grabes. Der Andere ist leer. Der Wanderer Evliya Çelebi
schrieb, dass das Gebäude ein Kloster von Bektaşi sei. Über
Sitti Zeynep gibt es keine präzisen Überlieferungen.
In den Aufzeichnungen der osmanischen Stiftung des Kanuni Sultan
Süleyman (Süleyman I.) findet sich der Name des Grabmals
als „Sitti Zeynep bin’t Zeynülabidin“ wieder.
Das Grab im Inneren gehört vermutlich einer heiligen Person.
In den Felsen, auf dem sich das Grabmal befindet, wurden in der
Antike drei Grabstätten von zwei Meter Länge ausgehöhlt.
Die antiken Gräber wurden eine Zeit lang als Wasserdepots
genutzt. |
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DIE HIDRELLEZ KIRCHE
Diese Kirche befindet sich 10 Kilometer entfernt vom Stadtzentrum
Alanyas und liegt in den Grenzen des Dorfes Hacı Mehmetli
am Hıdır Ilyas Platz. Sie befindet sich auf einem Abhang,
der einen freien Blick auf das Mittelmeer gewährt und stammt
aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts. Heute wird sie von Moslimen
und Christen als Ort der Andacht genutzt. Der Grundriss ist rechteckig.
Ihr Dach ist steinern; die Wände sind gemauert. Zudem verfügt
die Kirche über eine Abszisse. Im Inneren befinden sich
Holzverzierungen und ein Zwischenstock. Die Wandmalereien sind
leider nicht erhalten. Aus einer Inschrift ist zu erkennen, dass
die Kirche im Jahre 1873 restauriert worden ist. Diese Inschrift
ist im Archäologischen Museum Alanyas ausgestellt. Sie trägt
sowohl griechische Buchstaben als auch türkische. Die Kirche
wurde 1924 geschlossen, nachdem die in Alanya lebenden orthodoxen
Christen nach Griechenland aussiedelten. In ihrer unmittelbaren
Nähe befindet sich auch eine Wasserquelle. Mit anderem Namen
wird das Gotteshaus auch Agios Georgios Kirche genannt. Ähnliche
Bauwerke sind auch in der Altstadt (Kale Içi) von Antalya
zu finden. Der Eintritt ist kostenlos. |
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DIE ŞARAPSA HERBERGE
Dieses Gasthaus liegt 13 Kilometer westlich von Alanya an der Strasse
nach Antalya und stammt aus dem 13. Jahrhundert. Die Herberge
wurde in den Jahren von 1236 – 1246
von dem Seldschuken Sultan Gıyaseddin Keyhüsrev an
der historischen Seidenstrasse errichtet. Sie wurde auf einer
etwa einem Hektar Grundfläche aus grossen, bearbeiteten
Steinen gebaut. Diese aus dem Mittelalter stammende Karawanserei
war ehemals ein bedeutendes Zentrum für Handelsreisende.
Heute ist es ein Ort für grössere Feierlichkeiten. |
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DIE ALARA FESTUNG
Die Alara Festung liegt etwa 37 Kilometer westlich von Alanya,
ca. neun Kilometer vom Meer entfernt. Sie wurde von dem Seldschuken
Sultan Alaeddin Keykubat 1232 erbaut und diente dem Schutz der
Karawanen, die in der Herberge am Ufer des Alara Flusses auf
ihrem Weg auf der Seidenstrasse Station machten. Die Festung
ist auf einem abschüssigen Hügel gebaut. Der Höhenunterschied
zwischen den einzelnen Teilen der Festung beträgt 300 Meter.
Sie hat ein imposantes Aussehen und besteht mit der Äusseren
und Inneren Festung aus zwei Teilen. Durch eine Galerie mit 120
Stufen erreicht man den inneren Teil der Anlage. Das sie bisher
nicht zur Besichtigung frei gegeben wurde, sollte man bei einem
Besuch auf lose Steine und Pflanzen achten. Im Inneren der Burg
wurden in den Fels mehrere Tunnel geschlagen. Unter den Ruinen
befinden sich auch ein kleines Schloss, Zimmer für das Wachpersonal,
eine Moschee und ein Türkisches Bad. Wer auf den Fusswegen
und Festungsmauern folgend den Gipfel des Festungshügels
erklimmen möchte, sollte etwa eine Stunde für diese
Exkursion einplanen. Der Ausblich entschädigt dann anschliessend
für alle Mühen. |
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DIE ALARA KARAWANSEREI
Diese Herberge liegt 800 Meter von der Alara Festung entfernt in
einer Ebene am Ufer des Alara Flusses. Sie besteht komplett aus
grossen, bearbeiteten Steinen und wurde auf 2000 m2 Grundfläche
als Karawanserei gebaut. Das Gebäude wurde 1231 erbaut und
vor wenigen Jahren restauriert. Heute befinden sich dort eine
Restaurant und ein Einkaufszentrum. Der Wachturm der Karawanserei
ist bis heute gut erhalten. Das zweite Tor der Herberge führt
zu den Räumen, in denen sich die Reisenden einst aufhielten.
Auf beiden Seiten eines langen Korridors befinden sich kleine
Zimmer. Im Inneren der Herberge befinden sich ein Brunnen, ein
Gebetsraum sowie ein Türkisches Bad. In den Inschriften
der Bauwerke, die Sultan Alaeddin Keykubat in Alanya errichten
liess, wird er als „Sultan der zwei Meere“ und „Herr
der arabischen und persischen Länder“ bezeichnet.
Die Inschrift in der Alara Karawanserei lautet „Eroberer
der griechischen, syrischen, armenischen und europäischen
Länder“. Der Eintritt in die Karawanserei ist gebührenpflichtig.
Neben dem Restaurant in der Herberge kann auch in den kleinen
Restaurants am Ufer des Alara Flusses gut gegessen werden. Die
Zeit von der Bestellung bis zum Servieren kann mit einem Bad
im klaren Wasser des Flusses überbrückt werden. |
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DIE KARGI
KARAWANSEREI
Diese Karawanserei liegt ebenfalls westlich von Alanya, nördlich
des kleinen Kargı Flusses. In diesem Bauwerk befindet sich
keine Inschrift; daher ist es kaum möglich, das Baujahr exakt
zu bestimmen. Sie ist ein Steinbau mit 46 Metern Breit und 50 Metern
Länge. Sie liegt an der Handelsstrasse, die einst das Mittelmeer
und Mittelanatolien miteinander verband. Vermutlich wurde sie während
der römischen, seldschukischen und osmanischen Periode als
Karawanserei genutzt. In sämtlichen Räumen, die in einen
Innenhof gehen, befinden sich in der Decke Belüftungsschlote.
Gegenüber dem Eingangstor befinden sich steinerne Futtertröge
für Tiere. Das Gebäude befindet sich in baufälligem
Zustand. |
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